Die Brücke Asuncion-Chaco’i ist ein Projekt, das seit mehr als einem Jahrzehnt angekündigt wurde. Sie wurde von einem Projekt zu einem unfertigen Werk. Spekulanten zahlen für ein 12×30 Grundstück zwischen 50 Millionen und 130 Millionen Gs. Die Preise sind überteuert. Den aktuellen Wechselkurs entnehmen Sie der Banco Central de Paraguay. Es ist nicht absehbar, dass in den nächsten Jahren etwas passieren wird was zu einer Wertsteigerung führen könnte.

Wo steigen die Preise innerhalb weniger Jahre um bis zu 400 Prozent?

Suchen Sie sich selbst baureife Baugrundstücke zu einem Kaufpreis von ca. 100 Millionen Gs. Sie finden solche Baugrundstücke im Einzugsbereich von Asunción. Ohne Risiko erfahren diese Baugrundstücke eine signifikante Wertsteigerung. Das können Sie leicht selbst herausfinden, indem Sie sich einfach baureife Baugrundstücke ansehen. Deutschen und Investoren aus anderen Ländern sei empfohlen, nicht persönlich die Preisverhandlungen aufzunehmen. Der „Paraguayo-Preis“ liegt meistens bedeutend niedriger. Nur eine einheimische Person Ihres Vertrauens kommt dafür infrage. Man sollte deshalb nichts überstürzen und erst einmal Kontakte knüpfen.

Gibt es Menschen, die in Nueva Asunción bzw. in Chaco’i dauerhaft wohnen möchten?

Wenn man mit kompetenten Bauingenieuren spricht, dann bekommt man wenig ermutigende Fakten zu hören. Die Wasserknappheit in diesem Gebiet gilt als das größte Problem. Investoren kaufen Grundstücke ohne die erforderlichen Anschlüsse. Wasser und Stromanschlüsse können in diesem sehr dünn besiedelten Gebiet eine sehr teure Angelegenheit werden und jedes Budget sprengen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Bürger und Behörden in diesem Gebiet massiv gegen die Schaffung von „Nueva Asunción“ sind. Das sind nicht gerade gute Voraussetzungen für Investoren. Was wäre, wenn der Worst case eintreffen würde?

Wie hoch ist das Risiko einer Investition in Nueva Asunción bzw. Chaco’i?

Wenn die Brücke nicht fertiggestellt wird, können Sie von einem Totalverlust ausgehen. Sie meinen, dass das unmöglich sei? Dann erinnere ich an das unvollendete Projekt „Metrobus“. Der Metrobus war bereits fast fertig. Trotzdem wurde das Projekt wieder eingestampft. Millionen von US-Dollar wurden versenkt. „Das Geld ist nicht weg, es haben nur einige Politiker“, sagen böse Zungen. Eine Investition in ein Projekt, das vom Bau einer Brücke abhängig ist und dem Bürger und Verwaltung die Zustimmung verweigern, ist mit einem sehr hohen Risiko verbunden. Man muss in Erwägung ziehen, dass hier einige Leute den großen Reibach machen und die Entscheider, denen der Wille des Volkes egal ist, nicht leer ausgehen.

Ein weiteres Risiko besteht, wenn die Brücke zwar gebaut und Nueva Asunción tatsächlich fertiggestellt wird, aber aufgrund mangelnder Infrastruktur nicht bewohnt wird oder einfach nicht attraktiv zum Wohnen ist. Dann platzt diese Immobilienblase. Die bisherigen Kaufpreise sind völlig unrealistisch. Sie kamen ausschließlich aufgrund von reiner Spekulation zustande. Nehmen wir die Hauptstadt Asunción als Vergleich. In Asunción und im Großraum Asunción sind die Preise hoch, weil es ein Markt mit hoher Wohnungsnachfrage in Paraguay ist. Mindestens ein Drittel der Einwohner Paraguays lebt hier. 70% des Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird hier erarbeitet. Deshalb lohnt es sich, im Großraum Asunción zu investieren. Die Gemeinden im Chaco bzw. im Bundesstaat Presidente Hayes, wie z.B. Chaco’i bzw. das geplante „Nueva Asunción“ werden niemals dazugehören, auch wenn der Name „Nueva Asunción“ dies ausländischen Investoren suggerieren soll.

Abwarten ist besser als das Risiko des Totalverlusts

Wenn Sie sich trotzdem mit dem Projekt anfreunden können, dann rate ich Ihnen, einfach abzuwarten. Warten Sie ab, dass das Risiko sinkt. Denken Sie an den Metrobus. Warten Sie bis die Brücke fertiggestellt und befahrbar ist. Dann werden Sie sehen, ob sie nur dafür gebaut wurde, damit die in die Jahre gekommene alte Brücke Remanso repariert, restauriert oder neu gebaut werden kann. Oder ob das wasserarme „Niemandsland“ an der Grenze zu Argentinien tatsächlich zu leben beginnt. Dass die Grundstücke in ein paar Jahren mehr kosten werden, wenn alles gut geht, glaube ich nicht. Ich glaube sogar, dass es viele Jahre dauern wird, bis die zu überteuerten Einkaufspreisen erworbenen Grundstücke eine Rendite bringen.

„Nueva Asunción“: Behörden von Villa Hayes sind gegen die Schaffung von „Nueva Asunción“.

Die Behörden der Stadt Villa Hayes, Departement Presidente Hayes, sind gegen die Schaffung der Gemeinde Nueva Asunción. Sie bekräftigen, dass „Chaco’i“ nicht die Eigenschaften einer Stadt hat und dass dieses Projekt nur aus wirtschaftlichen Interessen durchgeführt wird.

Zweifel an der Konstruktion der Brücke Chaco’i – Asunción

Das Ministerium für Öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) hat bereits den endgültigen Entwurf der Brücke erhalten, die Asunción mit Chaco’i verbinden wird, aber die Institution vermeidet es, ihn der Öffentlichkeit vorzustellen, obwohl bereits bekannt ist, dass es wichtige Änderungen und Kostenüberschreitungen im Vergleich zum Vorprojekt, das vergeben wurde, geben wird. Der Bauingenieur Pablo Callizo sagte, dass die Art und Weise, in der sie die Änderungen oder „unvorhergesehenen“, die „vor der Ausschreibung der Arbeiten analysiert worden sein sollte“, ist besorgniserregend, sagte er, dass „alles deutet darauf hin, dass es (bestimmte) ‚Interessen‘ sind“.

Villa Hayes gegen die Abtrennung von Chaco’i

Die Behörden der Gemeinde und die Bewohner der Stadt Villa Hayes sind gegen die per Gesetz genehmigte Abtrennung von Chaco’i und anderen Vierteln. Sie weisen darauf hin, dass die „Unabhängigkeit“ aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt und nicht im Interesse der Nachbarn ist. Die Ureinwohner der Gegend klagen über ständige Vernachlässigung.