Nach einem viel beachteten Beitrag auf X schlägt die polnische Europaabgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik Alarm und erhebt massive Vorwürfe gegen die Europäische Kommission unter Führung von Ursula von der Leyen. Im Zentrum der Kritik steht die Umsetzung des umstrittenen Handelsabkommens mit den Mercosur-Staaten, die nach ihrer Darstellung weitreichende Folgen für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und demokratische Prozesse in der EU haben könnte.
Ausgangspunkt ist eine neue Importregelung, die ab dem 1. Mai greift. Nach Angaben der Abgeordneten öffnet sie den europäischen Markt deutlich schneller und umfassender für südamerikanisches Rindfleisch als bislang kommuniziert.
To trzeba nagłośnić
Ujawniono, że von der Leyen KŁAMAŁA w sprawie umowy z Mercosur
Od piątku rynek zaleje kilkadziesiąt tysięcy ton bezcłowej wołowiny, a Komisja Europejska oddała Brazylii i Argentynie decyzję kto będzie eksportował żywność do UE
Będą nas truć i… pic.twitter.com/1QesRLprIq
— Ewa Zajączkowska-Hernik (@EwaZajaczkowska) April 27, 2026
Deutlich mehr Fleisch – und zollfrei
Zajączkowska-Hernik spricht von einer „Irreführung“ der Öffentlichkeit. Ursprünglich sei von maximal 99.000 Tonnen Rindfleisch über sechs Jahre die Rede gewesen. Tatsächlich könnten nun bereits zum Start rund 60.000 Tonnen eingeführt werden.
Gleichzeitig sei der bisherige Einfuhrzoll von etwa 20 Prozent vollständig gestrichen worden. Südamerikanisches Fleisch könne damit erheblich günstiger auf den EU-Markt gelangen und direkt mit europäischen Produkten konkurrieren.
„Abnutzungskrieg“ gegen Landwirte
Für europäische Landwirte – insbesondere in Ländern wie Polen – sieht die Politikerin gravierende Folgen. Sie warnt vor einem „raschen Abnutzungskrieg“, bei dem heimische Betriebe dem Preisdruck kaum standhalten könnten.
Kontrolle aus der Hand gegeben
Besonders scharf kritisiert sie eine weitere Änderung: Die EU habe die Kontrolle darüber abgegeben, welche Unternehmen Lebensmittel in die Union exportieren dürfen. Diese Entscheidung liege künftig bei den Regierungen der Exportländer selbst, etwa in Brasilien oder Argentinien.
Das sei brisant, da die dortigen Kontrollsysteme bereits mehrfach beanstandet worden seien. Frühere EU-Prüfungen hätten gezeigt, dass insbesondere Brasilien die Qualität exportierter Lebensmittel unzureichend überwache. Dass Brüssel nun auf zusätzliche Kontrollen verzichte, sei „unverständlich“.
Entscheidung ohne Öffentlichkeit
Auch der Ablauf sorgt für Kritik. Laut Zajączkowska-Hernik wurden die neuen Regelungen am 22. April verabschiedet – weitgehend ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Erst wenige Tage vor Inkrafttreten seien die Änderungen bekannt geworden.
Für die Abgeordnete ist das kein Zufall:
„Das musste im Stillen geschehen, weil man wusste, dass die Menschen massenhaft dagegen protestieren würden.“
Konkrete Risiken für Verbraucher
Neben wirtschaftlichen Auswirkungen warnt sie ausdrücklich vor Gesundheitsrisiken. Sie verweist auf mehrere dokumentierte Fälle:
- 62 Tonnen brasilianisches Rindfleisch mit krebserregenden Stoffen
- Sonnenblumenprodukte aus Argentinien mit deutlich erhöhten Pestizidwerten
- Mehr als 600 Kilogramm Rindfleisch aus Uruguay mit nachgewiesenen Hormonen
Diese Beispiele zeigten, dass die Standards in den Mercosur-Staaten nicht den EU-Vorgaben entsprächen. Die aktuellen Lockerungen bezeichnet sie daher als „direkte Bedrohung für die Lebensmittelsicherheit“.
Vorwurf: Industrie profitiert, Bauern zahlen
Politisch sieht Zajączkowska-Hernik hinter dem Abkommen vor allem wirtschaftliche Interessen großer Industrienationen. Insbesondere Deutschland profitiere, da der Deal den Export von Maschinen, Fahrzeugen und Industrieprodukten erleichtere.
Der Preis dafür werde jedoch von europäischen Landwirten und Verbrauchern gezahlt.
Forderung nach Stopp
Die Abgeordnete fordert daher einen vollständigen Stopp des Abkommens. Sie sieht darin nicht nur wirtschaftliche Risiken, sondern auch ein demokratisches Problem.
Sowohl der Europäische Gerichtshof als auch die Mitgliedstaaten müssten eingreifen. Europa müsse eine klare Grenze gegenüber einer Handelspolitik ziehen, die – so ihr Vorwurf – Landwirtschaft, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gefährde.
Ujawniono, że von der Leyen KŁAMAŁA w sprawie umowy z Mercosur
Od piątku rynek zaleje kilkadziesiąt tysięcy ton bezcłowej wołowiny, a Komisja Europejska oddała Brazylii i Argentynie decyzję kto będzie eksportował żywność do UE
Będą nas truć i…