Der Klimawandel ist für unsere marode Infrastruktur verantwortlich

Der Klimawandel ist für unsere marode Infrastruktur verantwortlich

Helmut Kuntz

Ein „Leitredakteur“ der Nordbayerischen Nachrichten fabulierte in einem Kommentar zum den gerade vergangenen Pfingstunwettern „Wetter zeigt Klimawandel“ (wieder), dass in Nürnberg zu praktisch jedem Unwetter volllaufende Unterführungen ein Beleg des Klimawandels seien und inzwischen das Wetter allgemein nun auch dazu gehört. Selbstverständlich auch, dass jeder, der immer noch am sich stetig verändernden, nun allerdings vom Menschen „verschandeltem“ Klima zweifelt, ein elender „Wissenschaftsleugner“ sei.

Eigentlich belanglos, wenn in dem Kommentar nicht so viel exemplarischer Unsinn und blinder Glaube an die Klimahysterie – und deren Protagonisten – stecken würde(1).

Wenn Autos in Unterführungen stecken bleiben, kann das nur der verhexte Klimawandel sein

Im August 2023 gab es zwischen Nürnberg und Fürth einen Extremregen. Der war allerdings lokal so begrenzt, dass ihn die zwei Nürnberger DWD-Wetterstationen nicht erfassten. Allerdings liefen damals – wie eigentlich immer bei stärkerem Regen – Unterführungen voll.

Am Freitag vor Pfingsten geschah es nun wieder. Diesmal gab es diesen Extremregen vor allem im oft von solchem betroffenem Nürnberger Süden. Und wie es zu erwarten war, liefen die üblichen Unterführungen wieder voll.

Früher hätte man daraufhin über die zunehmend verlotternde, marode Infrastruktur geschimpft und endlich Lösungen gefordert. Seit „Merkel“ wissen allerdings die gemeinen Bürger, dass das ein ziemlich hoffnungsloser Wunsch ist, weil ihr Geld für die viel wichtigere, globale Rettung unseres Planeten (und der sich stetig weiter aufblähenden, deutschen Bürokratie) benötigt wird.

Nun hat allerdings die vom Fernsehen bekannte „Klimafacherson“, Ranga Yogeshwar, herausgefunden, woran es wirklich – also wissenschaftlich fundiert – liegt, und es auf dem letzten Nachhaltigkeitskongress in Nürnberg erzählt. Seitdem weiß man, dass volllaufende Unterführungen eindeutige Klimawandel-Menetekel seien.

Was solch herausragende Fachpersonen sagen, darf nicht angezweifelt, also geleugnet werden, es wird zum Dogma und so vermittelt:

NN-Kommentar: „wieder blieben Autos in Unterführungen stecken … Wetter-Extreme: Sie gehören zu den Begleiterscheinungen des Klimawandels, was sich längst statistisch belegen lässt und von Experten auch so beschrieben ist … wer die Augen vor den Häufungen von Extremwetter verschließen will, kann dies tun “.

Nicht ohne auch darauf hinzuweisen, dass wer eine solche Wahrheit nicht so ganz glaubt, vielleicht gar bezweifelt, ein unverantwortlich denkender – und handelnder – Bürger oder Politiker ist: „Diese Wissenschafts-Scepsis, ja Fakten-Leugnung wird von jenen forciert und verbreitet, … “, denn, die Wissenschaft ist sich schließlich einig:

NN-Kommentar: „Wetter-Extreme gehören zu den Begleiterscheinungen des Klimawandels, was sich längst statistisch belegen lässt und von Experten auch so beschrieben wird … “

Was sagen die „Fakten“

Ob Extremwetter zunimmt, oder nicht, hängt alleine von den Studien ab, die man dafür zu Rate zieht.

Im letzten Sachstandsbericht des IPCC steht dazu, dass man es nicht weiß, aber vermuten könnte.

Für Extremregen:

Bild 1 IPCC AR6 Auszug zu Extremniederschlag

Wie auch für Fluten:

Bild 2 IPCC AR6 Auszug zu Flutereignissen

Ein Leitredakteur macht daraus eine gesicherte, statistische Belegung. Kann man machen, zeigt aber eher, dass jemand von Statistik (und dem Thema) wenig, bis keine Ahnung hat.

Wer öfter solche Studien liest, kommt schnell dahinter, dass die Extremniederschlag „belegenden“ Studien vorwiegend nicht auf Messdaten, sondern auf Simulationen beruhen und es auch vorwiegend für die Zukunft simulieren.

Attributionsstudien

Nun sollen es allerdings die in Mode gekommenen Attributionsstudien belegen.

Der Autor hat alle gängigen gesichtet, teils auch für EIKE beschrieben:

[Link] EIKE, 10. Okt. 2023: Fluten über Fluten. Doch dank Attributionsstudie können wir beruhigt sein, weil es ja erst wieder in einer Millionen Jahren passieren wird …

[Link] EIKE, 09.06.2023: Auch über Attributionsstudien kann man zu Erkenntnissen kommen

[Link] EIKE, 28.11.2022: Attributionsstudien zeigen das Gegenteil von dem, was darüber verkündet wird

Und was nicht sehr überrascht, auch diese belegen es nicht.

Sie versuchen es allerdings, indem sie die historischen Daten durchgängig so einschränken und auswählen – und teils kompromittierende, oder fehlende Messdaten einfach durch simulierte ersetzen -, dass statistisch ein Anstieg herauskommt. Früher nannte man so etwas Datenbetrug. Heutzutage nennt sich das „gepflegter“ Daten-Homogenisierung. Besonders eklatant zeigt sich dies in der Attributions-Studie zur Ahrtalflut.

Im Folgenden ein Bild aus dem zur Ahrtalstudie verfasstem Artikel:

[Link] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein

Dieses Bild zeigt neben der recherchierten (da brauchbar dokumentierten) Fluthistorie des Ahrtals die Datenlänge, welche in der vom DWD zu verantwortenden Gefälligkeits-Ahrtalstudie zur statistischen Hochrechnung für die Flutwahrscheinlichkeiten der kommenden 15.000 Jahre ausgesucht und verwendet wurden.

Bild 3 Ahrtal. Historische Flutereignisse und verwendeter Datenbereich in der Attributions-Ahrtalstudie

Das folgende Bild zeigt die Korrelation zwischen steigenden Temperaturen und Extremniederschlag aus der Studie. Neben dem, dass es eine eher stochastische Verteilung zeigt, ist die „Korrelation“ sogar mit den begrenzten Studiendaten negativ.

Ausschließlich ein einziger Datenpunkt ragt heraus und soll alleine durch CO₂ beeinflusst sein. Und mit diesen Daten wird auf 15.000 Jahre statistisch hochgerechnet.

Der DWD machte es, weil er die damalige Aussage von Frau Merkel vor Ort – der Klimawandel sei die Ursache (und nicht das unvorstellbare Behördenversagen) – „belegen“ musste.

Bild 4 Ahrtalstudie. Häufung und Korrelation zwischen Globaltemperatur und Extremniederschlag. Vom Autor ergänzt

Um zu zeigen, wie die Häufungswolke mit Einschluss der zur Verfügung stehenden, historischen Daten ungefähr aussieht, nun die Grafik diesbezüglich ergänzt. Die Korrelation würde dadurch noch viel, viel negativer, denn der Extremniederschlag steigt deutlich mit sinkenden Temperaturen:

Bild 5 Ahrtalstudie. Häufung und Korrelation zwischen Globaltemperatur und Extremniederschlag, Vom Autor um die fehlenden, historisch dokumentierten Flutdaten ergänzt

Dieses (vermeintliche) Paradoxon zeigen auch fast alle historischen Flutmarken an den deutschen Flüssen, hier beispielhaft die Flutpegelhistorie des Main bei Würzburg:

Bild 6 Grafik der Hochwassermarken-Pegel des Main bei Würzburg. Vom Autor aus Pegelmarkenfotos im Touristenführer übertragen

Wer und wann wirklich mit extremsten Fluten zu kämpfen hatte, waren also unsere Vorfahren:

das Magdalenenhochwasser im Jahr 1342 ist das größte überlieferte Hochwasser im Bereich der heutigen Staaten Deutschland, Österreich, Tschechien, Frankreich, Italien und weiteren Teilen Mitteleuropas.

Die Wassermassen der Magdalenenflut entsprachen laut Hans-Rudolf Bork dem 50- bis 100-fachen des Jahrhunderthochwassers 2002 an der Elbe. Eine Wiederholung so einer Flut würde weite Teile Mitteleuropas völlig verwüsten. Es wäre eine unvorstellbare Apokalypse.

1784 geschah das schlimmste Flutereignis an Rhein, Main, Neckar, Mosel, Elbe, Donau der letzten 500 Jahre

1926 war der schlimmste Starkregen der messtechnisch aufgezeichneten Wetterhistorie in Deutschland

Bild 7

Bild 8 USA, relative Kosten durch Flutereignisse seit 1903

Fachstellen wissen das und beschreiben es auch so:

Bild 9 Auszug vom Deutschen Klimareport 2020

Im IPCC AR5 (nur im Langbericht) stand dazu:

Bild 10 IPCC AR5, Darstellung zu Überschwemmungen

Es wäre interessant zu wissen, welche Fakten ein „Leitredakteur“ dazu vorlegen kann. Leider hat bisher niemand von der NN-Redaktion auf diese Nachfrage geantwortet.

Weiter steht im Kommentar bezogen auf die Klimapolitik der Ampel: „Sie sollten aber wissen: Sie lassen die Menschen buchstäblich im Regen stehen. Im Starkregen, der zunehmend bedrohlich wird.

Damit hat der Zeitungs-Kommentator sicher recht. Wenn Unterführungen bei fast jedem stärkeren Regen volllaufen, so dass Autos darin fast verschwinden, wird praktisch jeder stärkere Regen zu einer wirklichen Bedrohung: Für Autofahrer, die mangels Gefahrenhinweis auf die Tiefe der vor ihnen vollgelaufenen Unterführung einfach hineinfahren und dann von der Feuerwehr gerettet werden müssen.

Das Unwetter von Freitagnacht vor Pfingsten in Nürnberg

Da der NN-Kommentar als „Aufhänger“ das Unwetter vom Freitag, den 17.Mai in Nürnberg hat, bei dem wieder (wie praktisch immer bei Starkregen) Unterführungen überflutet wurden, auch Messdaten dazu.

Nürnberg hat zwei DWD-Messstationen. Eine am Flughafen und eine Zweite weiter außerhalb, ländlich im Osten. Anbei, was beide zum vergangenen Freitag an Extremregen ausweisen:

Bild 11 Messstation Nürnberg Flughafen. Tagesniederschlag von 1955 -17.5.2024 mit Wiederholzeiten des DWD. Grafik vom Autor erstellt

Bild 12 Nun die zweite Messstelle. Beachten, diese Messtation hat eine kürzere Zeitreihe:

Bild 13 Messstation Nürnberg Netzstall. Tagesniederschlag von 1975 -17.5.2024. Grafik vom Autor erstellt

Wie man anhand solcher Messdaten erzählen kann: „Im Starkregen, der zunehmend bedrohlich wird.“, ist dem Autor ein absolutes Rätsel, auch wenn es Herr Yogeshwar so auf der Nachhaltigkeitskonferenz in Nürnberg auf dem Podium indirekt darstellte.

Es gibt allerdings so etwas wie Erklärungen zu dem Phänomen

Einmal, dass seit Merkels unseligem Wirken die Infrastruktur in Deutschland zunehmen verlottert (ist) und dank der diese Politik konsequent weiterführenden Ampel auch kein Geld mehr vorhanden oder in Sicht ist, das wesentlich zu ändern.

In Nürnberg reicht es nicht einmal mehr, um an den betreffenden Unterführungen Wasserstandsmelder anzubringen, welche Autofahrer darauf hinweisen, dass das Wasser bei etwas mehr Regen bis zum Autodach reichen kann, Durchfahren dann also tunlichst nicht angebracht wäre.

Parallel, dass vor Jahren berichtet wurde, dass sich über Nürnberg Extremregen häuft. Allerdings wurde damals als Ursache nicht der ominöse Klimawandel berichtet, sondern ein Effekt der geografischen Lage und der zunehmenden Urbanisierung, welche das lokale „Herabregnen“ über Nürnberg anscheinend forcieren, während so etwas im daneben liegenden Fürth viel seltener zu beobachten ist.

Dies ließe erklären, warum die am Stadtrand gelegenen zwei DWD Messstationen überhaupt keine Zunahme – eher die Abnahme – von Starkregenereignissen messen.

Im am vergangenen Freitag viel extremer betroffenen Saarland ist es ähnlich,

die Berichterstattung teils aber ehrlicher. Die Leser erfahren zumindest, dass dort solcher Starkregen gar nicht so selten vorkommt und zudem, dass die Infrastruktur darauf trotzdem nicht eingerichtet ist:

Überflutungen im Süden Deutschlands: Extremer Dauerregen setzt Autobahn in Saarbrücken unter Wasser“ (msn.com)

… Stromversorgung in saarländischem Ort unterbrochen – Hochwasser im Saarland wie alle 20 bis 50 Jahre

In Völklingen wurden wegen des anhaltenden Regens Straßenzüge vom Stromnetz genommen und „In Völklingen werden Schäden in Millionenhöhe erwartet, insbesondere im privaten Bereich“, hieß es.

Es handele sich um ein Hochwasserereignis, wie es alle 20 bis 50 Jahre stattfinde, teilte das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz im Saarland mit. An der Unteren Blies rechnete das Amt noch bis zum Samstagnachmittag mit weiter ansteigenden Wasserständen. Der DWD maß stellenweise mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter in nicht einmal 24 Stunden. Für diesen heftigen Regen seien Flüsse und Infrastruktur nicht ausgerichtet, sagte eine DWD-Meteorologin am Freitagabend.

Anbei Niederschlagsverläufe von DWD-Messstationen im Saarland. Leider findet sich in der DWD-Listung keine Station mit einer hinterlegten Messreihe, welche den Extremstniederschlag von 1947/48 mit einschließt.

Bild 14 Tagesniederschlagsverlauf DWD-Station Saarbrücken-Ensheim von 1951 – 20.05.2024. Grafik vom Autor erstellt

Bild 15 2-Ttage-Nniederschlagsverlauf DWD-Station Saarbrücken-Ensheim von 1951 – 20.05.2024. Grafik vom Autor erstellt

Bild 16 Tagesniederschlagsverlauf DWD-Station Berus von 1951 – 20.05.2024. Grafik vom Autor erstellt

Um doch noch das Extrem von 1947/48 zu „erfassen, anbei eine Datenreihe vom daneben liegenden Rheinland-Pfalz. Darin kann man es sehen und vor allem erkennen, dass Extremniederschlag nicht zunimmt:

Bild 17 Tagesniederschlagsverlauf DWD-Station Rheinland-Pfalz Blankenrath von 1947 – 20.05.2024. Grafik vom Autor erstellt

Bild 18 Tagesniederschlagsverlauf DWD-Station Rheinland-Pfalz Blankenrath von 1947 – 20.05.2024. Grafik vom Autor erstellt

Daran muss sich der Bürger im „Besten Deutschland aller Zeiten“ einfach gewöhnen

Die Behörden wissen genau, welche Problem in der maroden Infrastruktur stecken, aber die Bürger sollen sich gefälligst selbst davor schützen, weil es der Staat nicht für nötig hält, über einen Zeitraum von mehr als 23 Jahren hinaus zu „denken“:

2024 Extrem-Hochwasser würde die Bürger fordern (saarbruecker-zeitung.de)

„Das nächste Hochwasser wird kommen.“

Infoveranstaltung der Stadt Ottweiler:


… Zwar habe die Stadt Ottweiler seit 1999 ein Hochwasserrückhaltebecken, erklärte Schäfer; allerdings sei dieses nur für ein sogenanntes HQ 23 konzipiert. Dieser Begriff bezeichnet eine Abflussmenge, die statistisch gesehen einmal in 23 Jahren erreicht wird. Wenn laut Bürgermeister hingegen ein HQ 100, ein 100-jähriges Ereignis, eintritt, sei man nicht vorbereitet; geschweige denn auf ein HQ extrem, was alle 1000 Jahre möglich ist, bisher aber noch nicht gemessen wurde.

… Wie genau verteilen sich die Wassermassen, wenn Ottweiler von einem HQ 100 heimgesucht wird? Harry Scheer vom saarländischen Umweltministerium verdeutlichte dies an Hochwassergefahrenkarten, die auch online verfügbar sind (siehe „Auf einen Blick“). Bei einem HQ 100 bestehe etwa die Gefahr, dass der Deich an der Ziegelhütte versagt

Schluss mit lustig sei laut Scheer im Falle eines HQ extrem: „An manchen Stellen steht die Ziegelhütte dann zwei bis vier Meter unter Wasser.“ Wie die Hochwassergefahrenkarten zeigen, macht es in der Ottweiler Innenstadt flächenmäßig keinen großen Unterschied, ob ein HQ 100 oder ein HQ extrem eintreten. Wegen der Muldenlage steige lediglich der Wasserspiegel an, was den Schlosshof bei einem 100-jährigen Ereignis bis zu vier Meter unter Wasser setzt … Bürgermeister Holger Schäfer legte seinen Bürgern daher nahe, sich rechtzeitig einen Notfallplan zurechtzulegen.

Und die (maroden) Deiche „versagten“ dann auch:

Bild 18a Zeitungsmeldung

So sieht die „Vorhersage“ in der amtlichen Hochwasserkartierung aus:

Bild 19 Ottweiler, Auszug der Flutkartierung mit der im Hochwasser-Gefahrengebiet liegenden Altstadt

Bild 20 Zeitungsmeldung

Bild 21 Saarbrücken, Auszug der Flutkartierung mit der direkt im Hochwasser-Gefahrengebiet verlaufenden Autobahn

Vielleicht druckt man zur „Rettung“ wieder Sonder-Briefmarken, damit etwas „getan“ ist:

Briefmarken eines Hochwassers in Ottweiler 1948 und Saarland allgemein:

Bild 22 Sonderbriefmarken zum „Saarhochwasser“ Von 1947/48

KlimaNachrichten lieferte dazu neben einer geharnischten Kritik an einem Klimaaktivisten von ZDF-Wetter auch Daten:

Beim Jahrhunderthochwasser im Jahr 1947 stieg die Saar bis auf über zehn Meter, damals konnte man den St. Johanner Markt mit Booten befahren. Normalerweise liegt der Pegel an der Messstelle St. Arnual bei um die zwei Meter. Am Freitagnachmittag hat er die Fünf-Meter-Grenze bereits überschritte n… Höhere Wasserstände als bei der aktuellen Flut in der Vergangenheit waren schlicht eine Tatsache,“ (Quelle: Saarbrücker Zeitung Erinnerungen an das Jahrhunderthochwasser im Jahr 1947“).

Das erinnert allerdings stark an die letzte Ahrtalflut. Man weiß von wirklich extremen, vergangenen Hochwassern und behauptet dann einfach, aktuelle wäre eben Klimawandel und dagegen hätte man einfach nichts machen können.

Vielleicht erscheint bald eine Attributionsstudie, welche „belegt“, dass das um 5 m (gegenüber 1947/48) niedrigere Hochwasser vom Pfingstfreitag mit Sicherheit durch den Klimawandel wahrscheinlicher wurde und eine statistische Wiederholzeit von 1000 Jahren hat.

Man stelle sich das Hochwasser an Pfingsten mit dem um 5 m höherem Pegel wie 1948 vor. Die Klimakleber würden sich nicht nur ankleben, sondern bestimmt dabei auch Gruppengeißeln (Erinnerung an die Geißlergruppen im Mittelalter) und Herr Scholz hätte beim Flutsichten nicht nur die obligatorischen Gummistiefel an, sondern auch eine Leiter dabei, um drüber hinwegsehen zu können.

Dumm ist nur, dass zu dieser besonders hohen, damaligen Flut – falls überhaupt – eher über die beginnende Eiszeit, als eine Erdüberhitzung debattiert wurde und mit absoluter Sicherheit nicht über zu viel CO₂ in der Atemluft.

Neue Unwetter im schönen Frankenland

SZ, 22.05.2024: Wetter: Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller im Osten und Norden Bayerns

… In Oberfranken kam es Angaben eines Polizeisprechers zufolge zu mehr als 60 witterungsbedingten Einsätzen. Besonders betroffen von Unwettern waren demnach Bamberg und die Umgebung. Die Einsatzkräfte rückten vor allem wegen vollgelaufener Keller und überschwemmter Straßen aus. Auch habe es laut Polizeisprecher etwa zehn witterungsbedingte Unfälle gegeben.

Auch dazu die Nachschau, was eine der längsten Wetterdatenreihen, die von Bamberg (zusammengesetzt aus mehrmals verlagerten Stationen) dazu aussagt.

Der Autor kann darin weder eine Klimawandel-bedingte Zunahme noch einen Zusammenhang zwischen Extremniederschlag und Temperatur finden. Nicht einmal die „extreme Überhitzung“ vom besonders schlimm vom Klimawandel betroffenen Deutschland findet er:

Bild 23 DWD-Station(en) Bamberg. Tagesniederschlag 1879 – 21.05.2024. Vom Autor erstellt

Bild 24 DWD-Station(en) Bamberg. 2-Tage-Niederschlag 1879 – 21.05.2024. Vom Autor erstellt

Bild 25 DWD-Station(en) Bamberg. Tagesniederschlag und Tages-Mitteltemperatur (rechte Achse) 1879 – 21.05.2024. Vom Autor erstellt

Bild 26 DWD-Station(en) Bamberg. Tagesniederschlag und gleitende Wochen-Mitteltemperatur (rechte Achse) 1879 – 21.05.2024. Vom Autor erstellt

Waren irgendwann in der Geschichte Richter „Zeugen“?

Wieweit die Klimahysterie der Redaktion schon den Verstand ausgeblasen hat (rein persönliche Meinung des Autors, für die er keinerlei Belege vorlegen kann), zeigt die „Belegführung“ mittels Gerichten:

… und der bahnbrechende Karlsruher Klimaspruch von 2021 räumte dem Schutz kommender Generationen vor den Folgen der Erderwärmung sogar Verfassungsrang ein …

Jeder, den Sinn von Juristen Kennende weiß, dass Juristen wohl die allerletzte Institution sind, welche jemals für Sachverstand sorgten. Das war auch noch nie deren Aufgabe und wäre wenn ja, geradezu eine Pervertierung. Richter haben nicht über den Sinn eines Gesetzes nachzudenken, sondern auch das unsinnigste Gesetz eisern umzusetzen, also zu richten. Belege dafür sind deren Wirken zur mittelalterlichen Hexenverfolgung, im Dritten Reich und heutzutage Gerichtsurteile zu Coronagesetzen und zur Klimatheologie.

Aber eine NN-Redaktion benötigt halt Belege für ihre persönliche Meinung.

Dass die damals vorsitzende Richterin mit einem GRÜNen Parteikader verheiratet ist und im Urteil von diesem wörtlich Begründungen übernahm, zudem die Begründungen von keinem geprüften Sachverstand begleitet wurden, sei’s geschenkt:

Das Verfassungsgerichtsurteil zum Klimaschutz stützt sich auf fragwürdige Quellen (tichyseinblick.de)

Hauptsache, man kann nun für den Klimakampf klagen, so wie damals für mehr Hexenverfolgung. Und der Papst – beraten von Herrn Schellnhuber, einem fast schon krankhaftem – und entsprechend eingebildetem – Narzissten (rein persönliche Meinung des Autors zu der man gelangen kann, wenn man sich Vorträge von im antut) – hat es ja bestätigt.

Mit so viel „Wissenschaft“ versorgt, können weder der Papst, noch eine Redaktion falsch liegen. Und so weiß ein Leitredakteur natürlich ganz genau – oder dank einer höheren Eingebung -, dass die anderen „Fakten leugnen“. Denn die Mehrheit und speziell „Fachpersonen“ haben laut den Redakteuren der NN immer recht.

So wie beispielsweise unsere Annalena

Es gibt Erdenbürger mit ganz besonderen Begabungen. Beispielsweise kann Greta das absolut unsichtbare CO₂ sehen.

Und unsere Annalena kann an jedem Strand – nachdem sie dort hoch-professionell fotogen drapiert wurde, was bei ihr wohl wie ein „Erleuchtungsschlüssel“ wirkt – spontan die historischen und zukünftigen Meerespegel analysieren. Und kommt dann immer zu der (Dauer-)Erleuchtung, dass Deutschlands emittiertes CO₂ mit Sicherheit an allen von Einheimischen (Klimaaktivisten) berichteten Pegelproblemen eine so erhebliche Mitschuld hat, dass diese nur mit viel, viel Geld deutscher Bürger wieder gut gemacht werden kann. Zumindest wird es von praktisch allen Medien so berichtet.

Nur wagen manche Bürger (wie auch der Autor) daran massivste Zweifel. Denn schaut man sich die Messdaten solcher von Annalena besuchten Orten an, dann kann irgend etwas daran einfach nicht stimmen. Was das ist, wurde in vielen Pegelanalysen recherchiert und beschrieben:

[Link] EIKE, 12.05.2024: Jettet der Klimawandel vor oder nach Annalenas Flügen um die Welt?

[Link] EIKE, 02.12.2022: Ich will Geld vom reichen Westen

Solche teuren „Pegelsichtungen“ bis in die hintersten Winkel der Welt sind inzwischen allerdings gar nicht mehr erforderlich. Denn von jedem Ende der Welt lässt es sich inzwischen ja bequem einklagen, wie es auch zunehmend praktiziert wird. Somit muss niemand mehr warten, bis unsere Annalena mit ihrem Geldrucksack vorbeijettet.

Und auch der Robert

Nachdem der Meerespegel schon „vergeben“ ist, präsentiert er sich nun als Fachperson für Fluten und Starkregen, nachdem dieser Anspruch für seine ministerielle-Haupttätigkeit ziemlich in die Hosen gegangen ist:

[Link]
… Habeck kritisiert Merz nach Hochwasser: „Sag das mal den Leuten im Saarland, für die ist die Welt untergegangen“

„Was für ein Hohn. Was für ein Zynismus. Sag das den Leuten im Ahrtal“, so der 54-Jährige mit Blick auf aktuelle Hochwasser-Situation im Südwesten Deutschlands sowie auf die Flutkatastrophe 2021.

Diese seien zwar nicht unmittelbar in einer „Eins-zu-Eins-Kausalität“ auf die globale Erderwärmung zurückzuführen, die seit Jahren aufgetretenen einzelnen Extremwetter nähmen jedoch zu. Laut Habeck kein Zufall, sondern Folge des Klimawandels. „Die Dichte, die Häufung, die schnelle Geschwindigkeit, mit der Jahrhunderthochwasser auf einmal alle 3, 4 Jahre da sind, die spricht doch eine eindeutige Sprache“, so der Grünen-Politiker energisch.

Und sowohl Annalena, wie auch der Robert können ganz schön giftig werden, wenn jemand ihre Meinung nicht teilt:

Habeck sieht das offenkundig anders. Er und seine Parteien mahnen die Politik seit Jahren an, zu wenig gegen den fortschreitenden Klimawandel zu unternehmen. „Die Natur schlägt zurück“, bilanziert Habeck nun in seiner Rede. Es werde schon bald die Zeit eintreten, wo sich diejenigen, die keinen Klimaschutz umgesetzt hätten, rechtfertigen müssten, prophezeite der Vizekanzler.

Folgen sind zwar nicht in den Wetterdaten, dafür in anderen Statistiken erkennbar:

Bild 27

(Nur) strikte CO₂-Reduzierung wird dagegen helfen

Es mag sein, dass dies im Laufe der Zeit einige Regentropfen an Veränderung bewirken möge, wobei die wirkliche Richtung gar nicht ganz klar ist.

Das führt immer noch zu Diskussionen. Schlimm werden solche, wenn Personen (wie z.B. der Autor) sich Messdaten ansehen und zudem in die Vergangenheit schauen, um zu erkennen, dass es früher zur angeblich so heimeligen Kaltzeit viel schlimmer war und habecksche „Weltuntergänge“ im Saarland wohl so regelmäßig alle 30 Jahre stattfinden, früher allerdings ohne Herrn Habeck und dem vermaledeiten CO₂:

[Link] … Ähnliche Ereignisse mit teils sogar noch höheren Pegelständen hat es im Saarland unter anderem im Winter 1947/48 sowie in den Jahren 1970 und 1993 gegeben.

Ein „öffentlich-rechtlicher“ Wetterprophet und Klimakämpfer – Herr Özden Terli – hat das erkannt. Und warnt die Bürger deshalb dringen davor, sich die Wetter-Vergangenheit anzusehen und dann gar darüber nachzudenken: Terli: „Zu sagen, dass es schon früher Hochwasser gegeben hat, ist extrem fahrlässig“

Damit hat er natürlich recht. Denn auf Neusprech ist das eine Delegitimierung und so etwas steht inzwischen unter Beobachtung. Wer so etwas macht, geht recht fahrlässig mit seiner Zukunft um und weiß nie, wann ihm das einmal zum Verhängnis werden kann:

Verfassungsschutzbericht 2021:

S 112: …
Diese Form der Delegitimierung erfolgt meist nicht durch eine unmittelbare Infragestellung der Demokratie als solche, sondern über eine ständige Agitation gegen und Verächtlichmachung von demokratisch legitimierten Repräsentantinnen und Repräsentanten sowie Institutionen des Staates und ihrer Entscheidungen

S 119 – 120: Die Angehörigen des Phänomenbereichs versuchen, das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie, in staatliche Institutionen sowie in Wissenschaft und Medien zu untergraben.

… Als Beispiel hierfür kann das Vorgehen einzelner bereits extremistisch in Erscheinung getretener Personen im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz genannt werden.

… Andererseits erweckte man aktiv den Eindruck, dass staatliche Stellen bewusst nur unzureichend an der Verbesserung der Versorgungslage arbeiten würden beziehungsweise mit der Bewältigung der Lage komplett überfordert gewesen seien …

Ebenso, musss sich laut Habeck bald rechtfertigen, wer gegen den CO₂-Wahnsinn und seine exorbitanten, nutzlos zum Fenster hinausgeschleuderten Kosten angeht.

Wer dagegen Leben schützende Flutschutz-Infrastruktur zurückbaut, Schutzmaßnahmen nicht umsetzt und im dann auftretenden Extremnotfall vollkommen versagt:

[Link] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?

braucht sich nicht zu rechtfertigen, sofern er bei einer Behörde oder dafür politisch verantwortlich ist:

Flutkatastrophe im Ahrtal: Ermittlungen eingestellt (tichyseinblick.de)

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(1) Dieser Artikel ist die etwas umeditierte und um Zusatzangaben sowie Aktualisierungen erweiterte Antwort des Autors an die NN-Redaktion zum Leitkommentar der Zeitung vom 18.05.2024, „Wetter zeigt Klimawandel – Politik lässt Menschen im Starkregen stehen“.