„Bitte nicht abstechen – ich habe Herpes!“

„Bitte nicht abstechen – ich habe Herpes!“

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„Bitte nicht abstechen – ich habe Herpes!“

Achtung! Im Zuge der Europameisterschaft kann es zu erhöhtem Messeraufkommen in den deutschen Innenstädten kommen. Die Bundesregierung übernimmt keinerlei Haftung für durch ihre Innenpolitik verursachten Schäden – Wegducken ist jetzt erste Bürgerpflicht!

von Mirjam Lübke

Vor ein paar Jahren machte sich das Internet noch darüber lustig, als die Polizei mit einer Art Kettenhemd ausgerüstet werden sollte, um der steigenden Anzahl von Messerattacken im öffentlichen Raum zu begegnen. Zwar war auch damals schon ständig von “Einzelfällen” die Rede, dann jedoch stellte sich heraus: So genau wusste eigentlich niemand, wie sich die Dinge entwickelt hatten, erst auf öffentlichen Druck hin wurden Attacken mit Stichwaffen gesondert in der Kriminalitätsstatistik erfasst. Was man nicht sicher weiß, kann man getrost verleugnen weiß – so die damalige Leitlinie in der Politik. Proportional zu den Messerangriffen stieg die Verwendung der Formel “Hass und Hetze” als Umschreibung für kritische Nachfragen.

Nun könnte man meinen, dass Deutschland durch die Zahlung von 340 Millionen Euro Entwicklungshilfe an Afghanistan wenigstens in diesem Land eine Art “Umtauschrecht” für Intensivtäter erworben hat. Aber vor allem die Grünen möchten gar nicht umtauschen. Deshalb soll sich der Bürger wohl schon einmal auf die neue Realität – die es offiziell gar nicht gibt – einstellen. “Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott – denn Nancy Faeser hilft schon gar nicht.” Heute muss man sich nämlich schon etwas einfallen lassen, wenn man sicher zum Joggen, Einkaufen oder einfach zur Fußball-Party in den Garten des Nachbarn gehen will. Ein Krav-Maga-Kurs böte sich an oder ein Intensivtraining in einer asiatischen Kampfsportart. Aber nun sind wir weder alle mit Sportlichkeit noch mit der beeindruckenden Ausstrahlung von Vin Diesel oder Alice aus “Resident Evil” gesegnet. Die würden mit dem “Einmann“, der mittlerweile in Deutschland statistisch gesehen etwa einmal pro Stunde sein Messer zückt, sicherlich spielend fertig werden. Für uns Normalbürger ist so ein mit Adrenalin vollgepumpter Einmann mit Messer, Machete und eventuell religiösem Eifer jedoch weiterhin eine tödliche Bedrohung. Wie verhält man sich also, wenn man so jemandem in freier Wildbahn begegnet? Also zum Beispiel vor dem Supermarkt oder auf dem Bahnsteig?

Gebetsteppich zur Hand?

Wenn ein Gebetsteppich gerade nicht zur Hand ist, um dem Angreifer glaubwürdig eine eigene Zugehörigkeit zur “Religion des Friedens” vorzutäuschen, sitzt man gehörig in der Klemme. Sollte man gerade bei Aldi einen günstigen Läufer im typischen Webmuster erworben haben, könnte trotzdem der Fall eintreten, dass man einer Richtung der “Religion des Friedens” zugerechnet würde, die dem Angreifer nicht genehm ist – man ist sich im Islam untereinander bekanntlich auch nicht immer grün. Zum Glück wissen der “Focus” und der RBB Rat, wie wir uns sicher aus der Gefahrensituation ziehen können. Flucht, wie sie der Nahkampfexperte des “Focus” vorschlägt, ist dabei nicht die schlechteste Idee, wenn man nicht wie ich in Paniksituationen wie eingefroren auf der Stelle festklebt oder körperlich einfach nicht in der Lage dazu ist. Adrenalin und Mordlust verleihen dem gewöhnlichen Einmann nämlich ein Tempo, dem selbst erfahrene Nahkämpfer nicht gewachsen sind.

Ein weiterer Tipp – in Würzburg seinerzeit immerhin bei der Ergreifung des Täters hilfreich – lautet, den Täter mit Tischen oder Stühlen zu bewerfen, um ihn sich vom Leib zu halten. Vielleicht kann man im Online-Handel demnächst eine Deutschland-Überlebensausrüstung erwerben: Kettenhemd, Gebetsteppich und Klappstuhl mit Rucksackriemen im Bundle für 299 Euro plus Mehrwertsteuer? Aber der Gipfel der Absurditäten ist damit noch nicht erreicht. Im ordnungsgemäß geschlechtergerechten Angriffsszenario des RBB wird empfohlen, bei der Annäherung eines Täters – oder einer Täterin – laut zu schreien oder einen Taschenalarm zu betätigen.

„Bitte nicht abstechen – ich habe Herpes!“

Offenbar hat der RBB noch nie etwas vom “Bystander-” beziehungsweise”Genovese-Effekt” gehört, der gerade in der Öffentlichkeit zu einem kollektiven Wegducken potentieller Helfer führt – weil sich letztlich niemand verantwortlich fühlt. Das ist angesichts der drohenden Gefahr sogar verständlich; wenn selbst die Polizei Mühe hat, einen Messerstecher zu überwältigen, was kann dann ein Passant ausrichten? Selbst wenn jemand die Geistesgegenwart besitzt, zum Handy zu greifen, trifft Hilfe in der Regel viel zu spät ein. In Deutschland muss man zudem noch aufpassen, als Rassist beschimpft zu werden, weil man gleich Zeter und Mordio ruft, weil einem der arme Westasiate doch nur sein Messer zeigen wollte!

m Falle der 1964 in New York ermordeten Kitty Genovese griffen die anwesenden Nachbarn noch nicht einmal aus der Sicherheit ihrer Wohnung heraus ein – nur ein einzelner Mann rief aus dem Fenster, der Täter solle die junge Frau in Ruhe lassen, daraufhin glaubten alle anderen, die Sache würde schon wieder in Ordnung kommen. Die traurige Grundregel lautet seitdem: Je mehr Menschen bei einer Tat zuschauen, desto geringer ist die Chance, Hilfe zu bekommen. Insofern ist die Innenstadt ein weitaus gefährlicherer Ort als der dunkle Tunnel, durch den wir Frauen schon immer mit einem mulmigen Gefühl gelaufen sind.

Medizinische Grundkenntnisse beim Täter Voraussetzung

Aber beim RBB geht es noch weiter mit guten Ratschlägen: Magenprobleme und eine gruselige Krankheit sind offenbar der beste Schutz vor Islamisten und anderen Übeltätern. Die Herpes-Creme bleibt demnächst wie Blei in den Drogerie-Regalen liegen und auch die mittelalterliche Beulenpest verliert jeden Schrecken, kann sie doch der Abwehr eines Messerangriffs dienen. Medizinische Grundkenntnisse beim Täter sind dazu natürlich Voraussetzung – sonst erkennt er die Gefahr eventuell nicht, die ihm von uns droht. Auch das Vortäuschen eines Herzinfarkts soll hilfreich sein, denn es besteht eine geringe Chance von Mitleid auf Seiten des Angreifers. Vielleicht wird er aber auch richtig wütend, weil die Natur ihm gerade ins mörderische Handwerk pfuscht? Was ich von der Idee halte, dem Täter mein Frühstück ins Gesicht zu husten, weiß ich noch nicht genau – könnte das nicht auch die Redakteure des RBB dazu veranlassen, von solchen Tipps in Zukunft abzusehen?

Man verzeihe mir die Doppeldeutigkeit, aber man fühlt sich von der Politik tatsächlich ganz wortwörtlich “im Stich” gelassen. Was erwartet uns als nächstes? Sollte es Annalena Baerbock mit ihrer überaus “geschickten” diplomatischen Art eventuell doch noch schaffen, uns in einen Atomkrieg hineinzuziehen, gräbt dann vielleicht das Bundesamt für Katastrophenschutz alte Zivilschutz-Filme aus den Fünfzigern aus? Mit “Bert the turtle“, der seinen Rückenpanzer praktischerweise ebenfalls stets bei sich trug? Dann wissen wir bald nicht mehr, ob wir uns die damals empfohlene Aktentasche nun bei einem Messerangriff oder einem Atomblitz über den Kopf ziehen müssen. Vielleicht singe ich dem Täter auch einfach das Lied von Bert vor (“duck and cover!“)… dann hält er mich für komplett verrückt. Auch das soll – nach Empfehlung anderer Experten – nämlich dafür sorgen, dass man von Angreifern in Ruhe gelassen wird.

Der Beitrag „Bitte nicht abstechen – ich habe Herpes!“ ist zuerst erschienen auf anonymousnews.org – Nachrichten unzensiert und wurde geschrieben von Redaktion.