Larry C. Johnson
Falls Sie noch Zweifel an der Macht des zionistischen Einflusses auf Donald Trump hegten, sollten die Ereignisse der letzten 36 Stunden diese beseitigen.
Am 23. Mai postete Trump auf Truth Social: „Eine Vereinbarung wurde weitgehend ausgehandelt, vorbehaltlich der Finalisierung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika …“ Er gab bekannt, daß die Straße von Hormus wieder geöffnet werden solle, während die anderen Details des Deals — einschließlich dessen, was der Iran erhalten würde — vage blieben. Am Sonntag legte er nach und postete: „Ich mache keine schlechten Deals!“ und sagte Kritikern: „Hört nicht auf die Verlierer, die etwas kritisieren, von dem sie nichts verstehen.“
Der Gegendruck in den sozialen Medien war heftig, kam schnell und aus einem ungewöhnlich breiten Spektrum — von links, rechts und der Mitte —, was die Reaktion vom Samstag zu einem der bemerkenswertesten Momente der Kritik aus den eigenen Reihen seiner Koalition machte.
Der republikanische und konservative Gegenwind — der schädlichste
Der bedeutsamste Widerstand kam von Trumps eigenem rechten Flügel, wo Kritiker argumentierten, die Kriegsziele würden aufgegeben:
Senator Ted Cruz schrieb auf X:
Wenn das Ergebnis all dessen ein iranisches Regime sein soll — immer noch von Islamisten geführt, die „Tod Amerika“ rufen —, das nun Milliarden von Dollar erhält, Uran anreichern und Atomwaffen entwickeln kann und die effektive Kontrolle über die Straße von Hormus besitzt, dann wäre dieses Ergebnis ein katastrophaler Fehler.
Mike Pompeo, Trumps eigener ehemaliger Außenminister, war vernichtend:
Die IRGC dafür bezahlen, ein WMD-Programm aufzubauen und die Welt zu terrorisieren. Das ist nicht im Entferntesten „America First“. Es ist einfach: Öffnet die verdammte Meerenge. Verwehrt dem Iran den Zugang zu Geld. Schaltet genug iranische Kapazitäten aus, damit sie uns niemals wieder bedrohen können.
Marjorie Taylor Greene, einst eine treue Trump-Verbündete, postete:
Trump, der „Friedenspräsident“, hätte diesen Krieg niemals an der Seite Israels beginnen sollen, das offensichtlich keinen Frieden will.
Senator Lindsey Graham gebührt der Chutzpa-Preis. Graham postete in den sozialen Medien:
Wenn ein Deal geschlossen wird, um den iranischen Konflikt zu beenden, weil man glaubt, daß die Straße von Hormus nicht vor dem iranischen Terrorismus geschützt werden kann und der Iran weiterhin die Fähigkeit besitzt, die wichtigste Ölinfrastruktur am Golf zu zerstören, dann wird der Iran als dominierende Kraft wahrgenommen werden, die eine diplomatische Lösung erfordert.
Er fuhr fort:
Diese Kombination — der Iran wird als dauerhaft in der Lage angesehen, die Meerenge zu terrorisieren, und als fähig, der Ölinfrastruktur am Golf massiven Schaden zuzufügen — stellt eine erhebliche Verschiebung des regionalen Kräfteverhältnisses dar und wird dies mit der Zeit noch verstärken.
Außerdem postete er:
Ich persönlich bin skeptisch gegenüber der Ansicht, daß dem Iran die Fähigkeit, die Meerenge zu terrorisieren, nicht verweigert werden kann und die Region sich nicht gegen die iranische Militärkapazität schützen kann.
Graham stand nicht allein. Senator Roger Wicker aus Mississippi, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats, warnte, daß „der gemunkelte 60-tägige Waffenstillstand — in dem Glauben, der Iran werde jemals in gutem Glauben verhandeln — eine Katastrophe wäre“, und fügte hinzu, daß alles durch die Operation Epic Fury Erreichte „zunichte gemacht“ würde. Wicker hatte am Freitag Trumps Beratern vorgeworfen, ihn in Richtung eines Deals zu drängen, „der das Papier nicht wert wäre, auf dem er steht“, anstatt dem Präsidenten zu ermöglichen, „die begonnene Arbeit zu vollenden“.
Die Times of Israel zitierte leitende israelische Beamte und titelte: „’Alptraum für Israel‘: Führende republikanische Senatoren kritisieren mutmaßliche Bedingungen des sich abzeichnenden Iran-Deals.“ Der offizielle X-Account der Senatoren-Republikaner teilte Grahams Post erneut, ebenso Senator Tom Cotton, der dem Geheimdienstausschuß des Senats vorsitzt — ein Signal, daß Grahams Skepsis einen bedeutenden Block der republikanischen Senatsmeinung repräsentierte und nicht bloß eine einzelne Außenseiterstimme.
Die tiefste Ironie von Grahams Haltung — in den sozialen Medien weithin kommentiert — liegt darin, daß er jahrelang militärische Aktionen gegen den Iran forderte, den Start der Operation Epic Fury bejubelte und nun mit der Möglichkeit konfrontiert ist, daß der von ihm befürwortete Krieg ein strategisches Ergebnis hervorgebracht hat, das Irans regionale Dominanz gestärkt statt geschwächt hat.
Der Aufstand in der Fox-News-Kommentarspalte
In einem der bemerkenswerteren Momente in den sozialen Medien stieß selbst Trumps Post bei Fox News‘ eigenem Publikum auf Widerstand. Als Fox News Trumps Truth-Social-Post über den Deal teilte, reagierten die eigenen Follower mit tiefer Skepsis. Ein Kommentator schrieb: „’Niemand hat es gesehen, niemand weiß, was drin steht, es ist noch nicht vollständig ausgehandelt‘ — aber vertraut ihm, es ist besser als Obamas Deal. Unglaubliches Verkaufsgespräch!“ Ein anderer schrieb: „Er muß auf die Kritiker hören, bevor er etwas Dummes unterschreibt.“ Ein dritter schrieb: „Kritiker fragen nicht, was der Deal enthält, sondern warum es überhaupt einen Deal gibt.“
Die Reaktion der Linken
Die Demokraten verstärkten die Widersprüche größtenteils — sie stellten fest, daß Trump öffentlich erklärt hatte, Irans Militär sei „dezimiert“ und sein Atomprogramm „ausgelöscht“ worden, während er nun offenbar zustimmte, iranische Vermögenswerte einzufrieren und die weitere Anreicherung zu erlauben, und fragten, wofür genau dieser Krieg geführt worden sei.
Wie ich in der Überschrift zu diesem Beitrag angedeutet habe, verschafft Miriam Adelsons 250-Millionen-Dollar-Beitrag zu Trumps Wahlkampf ihr unmittelbaren Zugang zu Trump, den sie bereitwillig nutzt. Die vernichtende Reaktion von Miriam, den Gesetzgebern und der Öffentlichkeit macht es höchst unwahrscheinlich, daß Trump tatsächlich einen Deal mit dem Iran abschließen wird. Ich gehe davon aus, daß das Verhandlungsschauspiel bis zum Eid anhalten wird, das voraussichtlich am Abend des 26. Mai beginnt, wobei der Haupttag des Eid auf den 27. Mai — also drei Tage von jetzt — fällt. Die Feierlichkeiten dauern bis Samstag, den 30. Mai. Obwohl es möglich ist, daß Trump den Krieg gegen den Iran bis Mittwoch neu entfachen könnte, glaube ich, daß er bis zum nächsten Samstag warten wird, um einen neuen Angriff auf den Iran anzuordnen — um zu vermeiden, die Saudis zu verärgern, die schätzungsweise drei Millionen islamische Pilger in Saudi-Arabien für den Haddsch beherbergen.