Von RAINER K. KÄMPF | Donald Trump und Wladimir Putin werden sich also innerhalb der kommenden zwei Wochen in Budapest treffen und die Verhandlungen zum Ukrainekonflikt fortsetzen (PI-NEWS berichtete).
Die Nachricht vom Donnerstag schlug ein und löste heftige Reaktionen aus. Der größte Teil vernunftbegabter Menschen begrüßt, daß beide Präsidenten den festen Willen haben, den Krieg zu beenden und den Osten Europas nachhaltig zu befrieden.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter, uns allen bekannt als ein Vertreter des bellezistischen Flügels, der Politik lieber mit militärischen Mitteln fortsetzt, ist so gar nicht begeistert und dem Anschein nach in Panik.
„Ein Treffen von Donald Trump mit Wladimir Putin, noch dazu in Ungarn, ist ein fatales Zeichen für die europäische Sicherheit, denn das gibt Russland erneut die Möglichkeit, Europa zu spalten und die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben“, sagte Kiesewetter der Rheinischen Post.
Schweiß auf der Stirn
Das Grundproblem an sich ist für Kiesewetter offensichtlich der Fakt, daß Trump und Putin weiter verhandeln werden. Aus seiner Sicht setzt die Wahl des Verhandlungsortes dem Ganzen noch die Krone auf und treibt ihm den Schweiß auf die Stirn.
Warum allerdings Verhandlungen, die zum Frieden führen sollen, ein fatales Zeichen für die europäische Sicherheit sein werden, ist formal logisch nicht nachvollziehbar.
Um die Europäische Union (nicht Europa) zu spalten, braucht es keine Friedensverhandlungen in Budapest. Diese Übung beherrschen die derzeitigen Akteure in Brüssel weitaus besser. Die Spaltung zwischen willigen Bellizisten und den Mitgliedsstaaten, die eine Beendigung der Kampfhandlungen anstreben.
Kein Platz für Deutschland auf der Bühne der Weltpolitik
Um dieses Ergebnis erreichen zu können, müssen selbstverständlich die willigen Waffenlieferungen eingestellt werden. Die sich daraus ergebende kollaterale Entlastung der Staatshaushalte und die Einsparung von Milliardenbeträgen sollten einen verantwortungsbewußten Politiker in Hochstimmung versetzen. Wenn er denn am Wohlergehen seines eigenen Volkes interessiert wäre.
Aus der Sicht von Kiesewetter & Co. ist deren Reaktion und Verhalten durchaus verständlich. Alternativlos auf Fortsetzung und Eskalation des Konfliktes konditioniert, sehen sie ihre Felle davonschwimmen. Sie spüren, wie sich die Schlinge zuzieht und das Kartenhaus beträchtlich ins Wanken gerät.
An den äußersten Rand des Geschehens gedrängt und bestenfalls als unmaßgeblich wahrgenommen, wird ihnen der ersehnte Platz auf der Bühne der Weltpolitik schlicht und ergreifend verwehrt. Zurecht, weil ihnen ein solcher Platz nicht zusteht. Die Karawane zieht weiter und was wir hören, ist das jämmerliche Gekeife der nutzlos gewordenen Hunde.
PI-NEWS-Autor Rainer K. Kämpf hat Kriminalistik, Rechtswissenschaft und BWL studiert. Er war tätig in einer Anwaltskanzlei, Geschäftsführer einer GmbH, freier Gutachter und Sachverständiger. Politisch aktiv ist Kämpf seit 1986. Als Kommissar in spezieller Stellung im Berliner Polizeipräsidium hatte er Kontakte zum damaligen „Neuen Forum“ in den Anfängen. Er verzichtete darauf, seinem Diensteid zu folgen und folgte lieber seinem Gewissen. Bis 2019 war er Referent einer AfD-Landtagsabgeordneten in Brandenburg. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er diese Tätigkeit und befindet sich seither im unruhigen Ruhestand.
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